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LANFORCE 7 review by G-News

Für einmal habe ich die LANFORCE 7 ein bisschen anders erlebt als die letzten 3 Stück, nämlich für einmal vor allem als Fahrer und weniger als Aufsteller. Normalerweise ist es ja so, dass ich beim Aufstellen von Anfang an dabei bin und einen grossen Teil der Stromverkabelung selber erledige (die Feinverstromung, namentlich). Diesmal habe ich Leinwände und Beamer von Bern nach Sumiswald gefahren und Sandwiches gestrichen und gefahren.

Ca. 320km an einem Wochenende. Die Verstromung hat Pasi übernommen und das auch wunderbar hingekriegt, Hans-Ruedi, unser Stromer, hat sich zusammen mit den zuständigen lokalen Stromern um das Grobe gekümmert. Am Anfang sah es so aus, dass der Strom, wider erwarten doch noch knapp werden könnte, da die Lokalen sehr darauf bedacht waren, dass alles gleich regelkonform FI gesichert ist und anfänglich nicht ganz begriffen scheinen zu haben, wieviel Strom ein Arbeitsplatz im Schnitt braucht (1.5A @ 230V). Zum Glück hat es am Schluss trotzdem noch geklappt und der Strom hat so gut funktioniert wie noch nie. Als ich gegen 1300 am Freitag wieder vor Ort war und den Support übernommen habe, war schon fast alles fertig verstromt und es bestanden keine grösseren Lücken mehr. Die einzigen Stromausfälle, die wir zu beklagen hatten waren in der Folge: Eine Überlast auf der Tribüne oben, verursacht durch die User, die eine Phase (eine Steckleiste) offenbar gar nicht bemerkt hatten und in der Folge eine andere überlastet hatten. Ein FI Fehler in einer der hinteren Reihen, J glaube ich, verursacht durch eine mit Getränken gefütterte Stromschiene. Bad idea, kann man da nur sagen.

Und last and least, ein FI Fehler in der A Reihe. Ursache unbekannt. Problem aber behoben. Wahrscheinlich hatte es dem FI in der A Reihe zu viele pGs, da flog er raus:D

Auch supportmässig war diesmal alles in Butter. Hädä hatte extra ein Tool gecodet, das über die ganze LF noch weiterentwickelt wurde und mittlerweile schon richtig ausgereift ist. Dank WLAN und diesem Tool, war es Orango, Inf8 und mir möglich, die ganze Portaufschaltung gleich am Platz der User zu machen. So haben wir gleich gesehen, ob der Port "raufkam" oder nicht und wenn nicht, konnte man gleich mit dem Kabeltester nachschauen, bzw. die Netsettings kontrollieren. Einmal mehr haben viele es nicht geschafft, die richtige Subnetzmaske einzutragen, oder die richtige Netzwerkkarte zu konfigurieren oder, noch viel banaler: Ein passendes Straight-Twisted-Pair Kabel zu verwenden, statt einem ISDN Telefonkabel oder einem Crossoverkabel ohne Auto-Sense NIC. Auch den Virenscan haben offenbar nicht alle durchführen können, wie man das erwarten würde und mussten dann oft nocheinmal den ganzen Türck durchmachen. Merkt euch doch einfach folgendes: -Alle Festplatten scannen, nicht nur C: -Aktuelles Antivirenprogramm mit aktuellen Virendefinitionen -Scan nicht älter als 48h -keine Adware, keine Dialer drauflassen -kein Antivir oder sonstige Freeware/Shareware, die nur die Hälfte der Viren kennt.

Nach vielen Stunden vollem Einsatz habe ich mich dann langsam ins Bett begeben. Hotelzimmer und richtige Betten waren fürs Team ein sehr grosser Pluspunkt, auch wenns ein bisschen was gekostet hat. Nach 5h Schlaf und einer guten Dusche war ich wieder fit und habe mit Tantejutta und Superstar die 700 Burgers gemacht, die an der LF7 verkauft wurden. Dabei hatten wir es stellenweise sehr sehr lustig, wie immer, wenn wir 3 zusammen in der Küche sind (siehe Ignition und WCG Quali in Bützberg). Danke nochmal an das Hammerteam von #küchencrew.

Nur die Turniere liefen zT. nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Gewisse Admins zogen es mitten im Turnier vor, nach Hause zu gehen, oder die Freundin zu "administrieren", statt sich um das Turnier zu kümmern. Ich kann das bis heute nicht nachvollziehen, alles zu seiner Zeit. Ich finde das schade, gerade für die User, die darunter leiden müssen, aber auch für den Rest des Teams, der dann die Versäumnisse irgendwie wieder ausbügeln sollte. Das darf und wird sich nicht wiederholen.

Weniger lustig fand ich auch, dass gewisse Leute von Samstag auf Sonntag ihren Alkoholkonsum nicht mehr im Griff hatten und Dinge taten, die sie bei Verstand nieb gemacht hätten. Dazu gehören auch üble Kotzer- und Scheissereien, die letzten Endes die anderen Teammembers wegputzen durften. Gar nicht gut. Die Stimmung war aber gut und ausgelassen, auch bei denen, die sich nicht in die Beinahe-ohnmacht getrunken hatten.

Sogar das Internet funktionierte mittlerweile gut, der Load-Balance Server von Jusi funktionierte mittlerweile prima, nachdem er die ganze Nacht daran geschraubt hatte. 4x3mbit, so viel wie schon lange nicht mehr. Das WLAN Internet von TheNet ist mindestens bei meinem iBook irgendwann im Laufe der Nacht auf Freitag gestorben, wahrscheinlich war der Accesspoint mit all den Request überfordert. Trotzdem war es ein nettes Feature, so lange es ging.

Einziger faler Nachgeschmack für mich war die Vorarbeit und auch wieder der Abschluss der LANFORCE im Team, wo sich einmal mehr gezeigt hat, dass viele "Vereinsmitglieder" ihre aktivität vor allem auf den "Party" teil in "LAN-Party" beschränken und beim Aufstellen und Abräumen lieber zu Hause sind. Ich hoffe, dass wir da intern einiges regeln können aufs nächste mal, so dass wir auch das nächste mal wieder Leute nach Hause entlassen können, die mit Fug und Recht behaupten können: Das war diesmal wirklich besser als das letzte mal.

Mich hat die LANFORCE in diesen 4 Tagen, exclusive Arbeitszeit, ca 200.- gekostet und es hat sich jeder Franken gelohnt. Ich werde gerne auch das nächste mal wieder dabei sein, nasse Stromschienen auswechseln und Newbies erklären, was ein Netzwerkkabel der Kategorie 5 alles können muss.

Ich freue mich, euch an der LF8 wieder zu sehen und danke an alle die, die mir ein Bier spendieren wollten, bei denen ich aber mangels Zeit nicht vorbeigehen konnte. Die Geste zählt und ich habe es geschätzt.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, bis nächstes Jahr,

G-News
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